wie alles begann…

…Im Sommer 2013 bin ich den klassischen Jakobsweg über die Pyrenäen nach Santiago gewandert. Das waren circa 830 km, wofür ich 28 Geh-Tage benötigte.

Damals hätte ich diese Wanderung beinahe nach 300 km in Burgos wegen einer Verletzung aufgeben müssen.

Doch es kam anders: ein Amerikaner, den ich am Camino getroffen hab, hat mich in einem 5-minütigen Gespräch wieder voll motiviert, so dass vom Aufgeben keine Spur mehr war, denn dieser Amerikaner, namens John, hat mir entscheidende Tips gegeben, wie ich meine Verletzung in den Griff bekommen kann. Nur durch seine Motivation und die Begegnung mit ihm, habe ich es nach Santiago geschafft.

Dieser Camino im Jahr 2013 hat für mich einiges verändert.

Als ich nach Hause kam, habe ich alles infrage gestellt; wir leben hier in Luxus, haben alles, und am Jakobsweg machte ich täglich nur fünf Sachen, und zwar: wandern, essen, trinken, am Abend die Sachen waschen und schlafen.

Ich benötigte circa zehn Tage bis ich wieder in meinen Büro-Alltag eintauchen konnte.

So entstand bereits damals die Idee, nochmals den Jakobsweg und zwar von Kärnten aus zu pilgern, aber erst zu einer Zeit, wenn ich meine berufliche Tätigkeit beendet hab. Ich wollte nochmals dieses tolle Gefühl erleben, ohne danach einen Termin zu haben, oder in mein Büro zurückkehren zu müssen.

Das Frühjahr 2018 war dann geeignet, mit diesem Projekt zu beginnen.

Ursprünglich wollte ich den Jakobsweg von Kärnten aus starten. Bei einem Urlaub ein Jahr zuvor in Salzburg, sah ich vor einem Gasthaus eine Tafel mit „Pilger-Menü“. Als ich mich danach erkundigte wurde mir mitgeteilt, dass hier der österreichische Jakobsweg vorbeiführe.

Nachdem ich im Internet recherchierte, änderte ich meinen Plan und wollte den gesamten österreichischen Jakobsweg, über die Schweiz, über Frankreich bis nach Santiago wandern. Und weil man den Jakobsweg vor seiner Haustür beginnen sollte, beschloss ich schlussendlich, auch noch von Klagenfurt nach Wien zu wandern.

Nach 145 Tagen und 4.000 km in Finesterre angekommen, erinnerte ich mich an die Pilgerreise von Johannes Aschauer und David Zwilling im Jahr 2010 von Österreich nach Jerusalem

…und dieser Gedanke ließ mich nicht mehr los, bis sich dieser zu einem konkreten Plan entwickelte.

…von Santiago nach Jerusalem…

7 Kommentare zu „wie alles begann…

  1. Hallo Gustav, vielleicht gibt es mal eine Gelegenheit und du kannst uns mehr über die Begegnung mit dem Amerikaner erzählen bzw. welche Tipps / Ratschläge er dir gegeben hat. Ich denke, sowas wäre auch abseits eine Pilgerreise sehr interessant. LG Manfred

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  2. Hallo Gustav
    wow! Ich seh dich hier gerade zufällig und habe das über dich gelesen.
    Ist wirklich stark!
    Da spielt das Leben gleich ganz andere Töne… und richtig lebendig wird’s. So stell ich mir das vor.
    Ich habe einen Freund, der den Appalachen Trail über ein halbes Jahre gewandert ist.
    Ich hab das hautnah mitbekommen, da wir da gerade Partner waren.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Freude und Erfolg beim Wandern durch die Welt. Toll!
    Alles Liebe
    Samadhi

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  3. Hallo Gustav, dieses Jahr gehe ich das erste Mal auf den Jacobsweg. Für nächstes Jahr habe ich mir gleich vorgenomm nach Jerusalem zu gehen. Vielleicht hast Du ein paar Tips für mich. Dir wünsche ich alles Gute und viel Erfolg auf deinen Reisen. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege irgendwann, wer weiß.

    Liken

  4. Hallo Gustav, bin gerade auf Rehab in Treibach nach HüftOP. Wenn ich Deine Reiseroute so betrachte, denk ich mir, dass Du mit einem Tretboot über Gibraltar kürzer unterwegs wärst. 👍🍀

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